Media­ti­on

Kon­flik­te gehö­ren zu unse­rem Leben. Noch ist es nicht üblich mit Kon­flikt­si­tua­tio­nen “nor­mal” umzu­ge­hen, sie nicht zu igno­rie­ren oder zu ver­drän­gen, son­dern sich die­sen Situa­tio­nen zu öff­nen.

Befin­det sich jemand in einer Kon­flikt­si­tua­ti­on, dann wird er viel­leicht ver­su­chen, die­se durch Ver­hand­lung direkt mit der ande­ren Kon­flikt­par­tei zu lösen. Wenn dies nicht gelingt, wird er in der Regel einen Drit­ten (z.B. Anwalt, Gericht) bit­ten, in die­sem Fall zu ent­schei­den. Sein Ein­fluss auf das Ergeb­nis ist dabei gering.

Mini-Buch Mediation - Evelin Pusch

Media­ti­on löst Kon­flik­te anders:

Jeder Mensch besitzt die Fähig­keit, zur Lösung von eige­nen Kon­flik­ten bei­zu­tra­gen. Nie­mand hat eine grö­ße­re Kom­pe­tenz, die bes­te Lösung für sich zu fin­den, als die Betrof­fe­nen selbst. Die­se Kom­pe­tenz greift die Media­to­rin auf. Sie hat zwi­schen den Kon­flikt­par­tei­en eine ver­mit­teln­de Rol­le. Die Media­to­rin ist all­par­tei­lich und unter­stützt alle Kon­flikt­par­tei­en glei­cher­ma­ßen dar­in, ein­an­der zu ver­ste­hen, sich in den ande­ren hin­ein­zu­ver­set­zen und gemein­sa­me Lösungs­we­ge zu ent­wi­ckeln.

Die Media­to­rin för­dert durch auf­merk­sa­mes Zuhö­ren und Nach­fra­gen den Weg zur Ver­stän­di­gung. Sie unter­stützt im Umgang mit emo­tio­na­len und belas­ten­den Situa­tio­nen.

Durch die Eigen­ver­ant­wort­lich­keit der Kon­flikt­par­tei­en sind die Lösun­gen der Betrof­fe­nen nach­hal­ti­ger, als wenn sie durch eine Bera­tung vor­ge­ge­ben wer­den. Sämt­li­che Inhal­te der Media­ti­on wer­den abso­lut ver­trau­lich behan­delt. Grund­vor­aus­set­zung einer Media­ti­on ist die frei­wil­li­ge Teil­nah­me aller Kon­flikt­par­tei­en.

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